Feminismus und Demokratie
Gemeinsam für eine gerechtere Zukunft
Feministische Bildungsarbeit
Was ist eigentlich Feminismus? Warum ist das wichtig? Und was hat das mit uns allen zu tun?
Diese Fragen beantworte ich mit meiner feministischen Bildungsarbeit – durch Workshops und Netzwerkarbeit.
Feminismus ist für mich auch immer ein Stück demokratische Bildung. Denn im Kern geht es um die Frage, wer in unserer Gesellschaft gehört wird, wer mitentscheiden darf und wessen Perspektive als "normal" gilt. Eine Demokratie lebt davon, dass möglichst viele Menschen ihre Stimme einbringen können – und genau da setzt feministische Bildungsarbeit an: Sie macht sichtbar, wo Teilhabe fehlt, und schafft Räume, in denen Menschen lernen, ihre eigene Stimme zu finden und einzubringen.
Ob niedrigschwelliger Workshop für Kinder und Jugendliche oder Abendveranstaltung für Erwachsene: Das Thema hat so viele Ansatzpunkte, um sich damit auseinanderzusetzen. Es geht nicht nur um Sexismus oder Diskriminierung, sondern genauso um Care-Arbeit, Klassenfragen, emotionale Arbeit, Gewaltprävention, Solidarität und Mut machen.
Dabei stoßen wir immer wieder auf neue Räume: Online-Räume, die Arbeitswelt, und viele mehr – Räume, in denen patriarchale Strukturen noch sehr verankert sind.
Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass unsere Welt safer und braver wird. Für jeden und jede.
Intersektionale Diskriminierung und Perspektiven
Ein Wort, das in meiner Arbeit immer wieder auftaucht: Intersektionalität. Klingt sperrig, ist aber eigentlich ganz einfach erklärt.
Intersektionalität bedeutet, dass Diskriminierung nie nur eine Ursache hat. Eine Frau erlebt Sexismus – klar. Aber eine Schwarze Frau erlebt Sexismus und Rassismus gleichzeitig, und das auf eine Art, die sich nicht einfach addieren lässt. Eine Frau mit Behinderung erlebt Sexismus und Ableismus. Eine Frau, die wenig Geld hat, erlebt Sexismus und Klassismus. Diese verschiedenen Formen von Diskriminierung überschneiden sich, verstärken sich gegenseitig und schaffen ganz eigene Erfahrungen.
Warum ist das wichtig für meine Arbeit? Weil Feminismus nicht funktioniert, wenn er nur eine Perspektive kennt. Wenn wir über Gleichberechtigung sprechen, aber nur die Erfahrung von weißen, nicht-behinderten, gut verdienenden Frauen mitdenken, lassen wir ganz viele Menschen und ihre Realitäten außen vor.
Deswegen versuche ich in meinen Workshops und Veranstaltungen, Raum für unterschiedliche Perspektiven zu schaffen. Nicht, weil ich alle Antworten habe – sondern weil ich glaube, dass wir nur gemeinsam draufkommen, wo die blinden Flecken sind. Manchmal heißt das: zuhören. Manchmal heißt das: eigene Privilegien erkennen. Und manchmal heißt das: Platz machen für Stimmen, die sonst zu wenig gehört werden.
Feministische Perspektiven auf Nachhaltigkeit
In meinen Workshops und Bildungsformaten verbinde ich feministische Ansätze mit Themen wie Umwelt, Klimagerechtigkeit und sozialer Transformation. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern um Haltung: um Empathie, Mut und kollektive Verantwortung.
Wie beeinflussen patriarchale Strukturen Umweltpolitik? Welche Rolle spielen Care-Arbeit, soziale Klassen und koloniale Machtverhältnisse in der Klimakrise? – Fragen wie diese stehen im Zentrum meiner Arbeit.

FLINTA* im Wandel – Nachhaltig stark
Gemeinsam mit dem feministischen Kollektiv ChinChin Erfurt schaffe ich Räume, in denen FLINTA* (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen) sichtbar werden und ihre Stimmen gehört werden.
Mit Formaten wie der FLINTA Open Stage, der Feminist Nerd Night oder dem FLINTA Wintermarkt zeigen wir, wie feministische Bildung, Empowerment und Nachhaltigkeit ineinandergreifen. Dabei geht es um Repräsentation, Selbstwirksamkeit und das gemeinsame Neudenken von Gesellschaft.

"Feminismus ist kein Add-on, sondern eine Haltung, die jede Ebene nachhaltiger Entwicklung durchdringen sollte – von der Bildung bis zur Wirtschaft, von Klimapolitik bis Kulturarbeit."
Janina Happ - Gründerin von Brave Gaze
